21Shares hat seine Partnerschaft mit BitGo ausgeweitet und die Verwahr- und Staking-Dienstleistungen auf seine in den USA gelisteten ETFs sowie internationale ETP-Produkte ausgeweitet, da die Nachfrage nach regulierten, renditetragenden Krypto-Engagements steigt.
Im Rahmen der aktualisierten Vereinbarung wird BitGo als qualifizierter Verwahrer fungieren und Ausführung, Handel sowie integrierte Staking-Services für 21Shares-Produkte in den Vereinigten Staaten und Europa bereitstellen.
Die Vereinbarung baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit auf, erweitert jedoch die Rolle von BitGo, da 21Shares neue Fonds auflegt und Produkte an unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen anpasst.
Staking rückt näher an die ETF-Infrastruktur
Für Krypto-Fondsanbieter lag Staking bislang meist außerhalb der ETF-Mechanik. Es wurde entweder über separate Anbieter abgewickelt oder aufgrund operativer und regulatorischer Einschränkungen vollständig ausgeschlossen. Die Integration von Staking in ein Verwahrmodell vereinfacht diese Struktur, indem Vermögenswerte innerhalb eines einheitlichen, überwachten Rahmens verbleiben, während sie zur Ertragsgenerierung eingesetzt werden.
Die Plattform von BitGo ermöglicht Staking, ohne dass Vermögenswerte aus der qualifizierten Verwahrung herausbewegt werden müssen. Dadurch werden Bedenken hinsichtlich Vermögenskontrolle, Offenlegungspflichten und Gegenparteirisiken adressiert. Dieses Modell gewinnt an Bedeutung, da Proof-of-Stake-Netzwerke einen immer größeren Anteil der institutionellen Krypto-Exponierung ausmachen.
Operative Skalierung statt Produkthype
21Shares verwaltet rund 5,7 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und betreibt eines der weltweit breitesten Krypto-ETP-Angebote. Das Unternehmen legt zunehmend den Fokus auf Verwahrstandards, Ausführungsqualität und Governance, da die Prüfung von Fondsstrukturen und -abläufen intensiver wird.
BitGo bietet versicherte Verwahrung, Zugang zu elektronischer und OTC-Liquidität sowie Staking-Services, die auf institutionelle Arbeitsabläufe ausgelegt sind. Für ETF-Emittenten reduziert die Bündelung dieser Funktionen die operative Komplexität und verringert die Abhängigkeit von fragmentierten Drittanbietern.
Adam Sporn, Leiter Prime Brokerage und Institutional Sales bei BitGo, erklärte, dass die erweiterte Partnerschaft das wachsende ETF-Angebot von 21Shares in mehreren Rechtsordnungen unterstütze.
Andres Valencia, Leiter Investment Management bei 21Shares, sagte, BitGo sei aufgrund seiner regulatorischen Positionierung und seiner Verwahrkontrollen ausgewählt worden, während das Unternehmen sein Angebot an staking-fähigen Produkten ausbaue.
„21Shares ist stolz darauf, ein Verwahrmodell bereitzustellen, das darauf ausgelegt ist, institutionelle digitale Asset-Operationen und Risikomanagement über das globale ETP-Portfolio hinweg zu unterstützen“, sagte Andres Valencia.
Regulatorische Basis ist entscheidend
Die Ausweitung der Partnerschaft folgt auf regulatorische Fortschritte bei BitGo. Das Unternehmen erhielt kürzlich die Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency, seine Trust-Tochter in eine bundesweit lizenzierte Digital-Asset-Trustbank umzuwandeln. Damit stärkt BitGo seine Position gegenüber US-Aufsichtsbehörden und institutionellen Kunden.
In Europa operiert BitGo unter einer Markets-in-Crypto-Assets-Regulation (MiCA)-Lizenz der deutschen BaFin, die es dem Unternehmen erlaubt, regulierte Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union anzubieten.
Diese regulatorische Abdeckung unterstützt ETF-Emittenten, die über Regionen hinweg konsistente Standards für Verwahrung und Abwicklung anstreben.
Staking erreicht den ETP-Markt
Anfang dieses Jahres brachte 21Shares ein Solana-ETP auf den Markt, das vollständig durch JitoSOL unterlegt ist und Anlegern regulierten Zugang zu staking-bezogenen Renditen bietet – ohne direkte On-Chain-Interaktion.
Das Produkt, das an der Euronext in Amsterdam und Paris unter dem Ticker JSOL gelistet ist, spiegelt Staking-Erträge direkt im Nettoinventarwert wider. Durch das Halten liquider Staking-Token statt gesperrter Vermögenswerte ermöglicht die Struktur die Ertragsgenerierung bei gleichzeitiger Wahrung der Übertragbarkeit.

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