Die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat aktualisierte Leitlinien zur Verwendung von Kryptowährungen als Sicherheiten in Derivatemärkten bereitgestellt und baut damit auf einem Pilotprogramm auf, das im vergangenen Jahr gestartet wurde.
Mitarbeiter der CFTC veröffentlichten am Freitag eine Mitteilung über ihre Abteilung für Marktteilnehmer sowie die Abteilung für Clearing und Risiko und beantworteten darin häufige Fragen aus zwei Mitarbeiterschreiben, die im Dezember herausgegeben wurden. Diese Schreiben etablierten ein Pilotprogramm, das es Futures Commission Merchants (FCMs) erlaubt, Krypto-Assets als Marginsicherheiten zu akzeptieren.
„Futures Commission Merchants, die am Pilotprogramm teilnehmen, müssen eine Mitteilung bei der Abteilung für Marktteilnehmer einreichen, in der das Datum angegeben wird, an dem sie beginnen, Krypto als Sicherheit zu akzeptieren“, heißt es in der Mitteilung.
Parameter des Pilotprogramms und anfängliche Beschränkungen
Im Rahmen des Pilotprogramms dürfen FCMs zunächst Bitcoin, Ether oder Stablecoins für einen Zeitraum von drei Monaten akzeptieren. Sie müssen die CFTC unverzüglich über alle wesentlichen Cybersecurity- oder operativen Probleme informieren und wöchentliche Berichte einreichen, die die gesamten Krypto-Bestände über Kundenkonten hinweg detailliert darstellen.
Nach Ablauf der dreimonatigen Frist können weitere Kryptowährungen hinzugefügt werden, und die Berichtspflichten entfallen. Die CFTC stellte klar, dass nur proprietäre Zahlungs-Stablecoins als Residualinteresse in segregierten Kundenkonten verwendet werden dürfen.

Andere Tokens sind für diesen Zweck nicht erlaubt.
„Die Entscheidung der CFTC bestätigt, was die Kryptoindustrie schon lange weiß: dass Stablecoins und digitale Vermögenswerte Zahlungen schneller, günstiger machen und Risiken reduzieren können“, sagte Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, zu diesem Zeitpunkt.
Darüber hinaus dürfen Krypto und Stablecoins nicht als Sicherheiten für nicht geclearte Swaps verwendet werden, obwohl Swap-Händler tokenisierte Versionen zulässiger Vermögenswerte verwenden dürfen, sofern sie regulatorische Standards erfüllen.
Abstimmung mit den SEC-Standards
Die CFTC betonte, dass ihre Leitlinien mit der Securities and Exchange Commission (SEC) abgestimmt sind, während die Behörden an einem umfassenderen regulatorischen Rahmen für Krypto arbeiten. Futures Commission Merchants müssen eine Kapitalbelastung von 20 % für Bitcoin- und Ether-Positionen anwenden, während Stablecoins eine Belastung von 2 % tragen.
Derivate-Clearingorganisationen dürfen Krypto und Stablecoins als Initialmargin für geclearte Transaktionen akzeptieren, sofern sie die Anforderungen der CFTC in Bezug auf Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken erfüllen.

Die Mitteilung behandelt spezifische operative und Risikomanagement-Anforderungen für Marktteilnehmer, klärt, wie Krypto sicher als Sicherheit integriert werden kann, und stellt sicher, dass Marginberechnungen, Berichtspflichten und die Zulässigkeit von Vermögenswerten klar definiert sind.

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