Michael Saylor, Gründer von Strategy, bestätigte, dass das Unternehmen weitere Rückgänge des Bitcoin-Preises (BTC) verkraften kann, und erläuterte einen mehrjährigen Plan zur Bewältigung seiner 6 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen.

In Beiträgen auf X erklärte das Unternehmen:

„Strategy kann einen Rückgang des BTC-Preises bis auf 8.000 US-Dollar verkraften und verfügt dennoch über ausreichend Vermögenswerte, um unsere Schulden vollständig zu decken.“

Saylor betonte, dass das Unternehmen nicht beabsichtigt, seine BTC-Reserven zu verkaufen, und weiterhin quartalsweise Bitcoin-Käufe plant.

Umwandlung von Wandelanleihen in Eigenkapital über drei bis sechs Jahre

Saylor erklärte, der Plan bestehe darin, die 6 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen in den nächsten drei bis sechs Jahren in Eigenkapital umzuwandeln. Dadurch werden Verbindlichkeiten reduziert, indem Anleihegläubiger Aktien statt Bargeld erhalten und zu Aktionären werden. Dies verringert zwar den Rückzahlungsdruck, birgt jedoch das Risiko einer Verwässerung bestehender Aktionäre.

Er fügte hinzu, dass selbst bei einem 80 %igen Rückgang des Bitcoin-Preises Jahre vergehen würden, bevor dies das operative Geschäft des Unternehmens beeinträchtige. Das verschaffe Zeit, um die Struktur anzupassen und Schulden zu bedienen.

Bitcoin-Reserven und aktuelle Buchverluste

Strategy hält laut Unternehmenswebsite rund 714.644 BTC, die zu aktuellen Marktpreisen etwa 49 Milliarden US-Dollar wert sind. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei rund 76.000 US-Dollar pro Bitcoin, was bedeutet, dass die Gesamtposition derzeit etwa 10 % im Minus ist. Der Bitcoin-Preis müsste um rund 88 % fallen, damit der Wert der Reserven dem Umfang der Wandelanleihen entspricht.

Trotz der nicht realisierten Verluste setzt Strategy seine Akkumulation fort. Am vergangenen Montag kaufte das Unternehmen 1.142 BTC im Wert von rund 90 Millionen US-Dollar. Saylors Bitcoin-Tracker-Beiträge auf X deuten regelmäßig auf bevorstehende Käufe hin; ein weiterer Erwerb könnte die zwölfte Woche in Folge mit Zukäufen markieren.

Aktienentwicklung in einem volatilen Marktumfeld

Laut Google Finance stieg die Aktie von Strategy (MSTR) am vergangenen Freitag um 8,8 % auf 133,88 US-Dollar, nachdem sich Bitcoin kurzzeitig auf 70.000 US-Dollar erholt hatte. Die Aktie liegt jedoch weiterhin rund 70 % unter ihrem Allzeithoch von 456 US-Dollar aus Mitte Juli. Hintergrund ist die anhaltende Schwäche des gesamten BTC-Marktes, dessen Preise seit Anfang Oktober um etwa 50 % gefallen sind.

Der Ansatz des Unternehmens unterstreicht das Vertrauen in seine langfristige Strategie und die Fähigkeit, starke Preisschwankungen auszuhalten. Saylor hat wiederholt betont, dass Bitcoin einen zentralen Bestandteil der strategischen Reserve des Unternehmens darstellt. Kürzlich schlug er vor, dass die USA Bitcoin ähnlich wie Gold behandeln und bitcoinfreundliche Gesetzgebung einführen sollten, um Innovation zu fördern.

Ausblick

Der Schuldenplan von Strategy und die fortgesetzte BTC-Akkumulation zeigen einen kalkulierten Umgang mit Marktvolatilität. Die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital über mehrere Jahre sowie das Halten großer Bitcoin-Reserven verschaffen dem Unternehmen finanzielle Flexibilität. Saylors fortlaufende Käufe und öffentlichen Aussagen unterstreichen das langfristige Bekenntnis zu BTC und den Anspruch, eine Vorreiterrolle bei der breiteren Adoption einzunehmen.

Selbst in Phasen starker Marktschwankungen scheint Strategy gut vorbereitet zu sein, um Verpflichtungen zu erfüllen und seine Bitcoin-Bestände weiter auszubauen. Durch die Eigenkapitalisierung der Schulden und kontinuierliche Akkumulation signalisiert das Unternehmen Widerstandsfähigkeit in einem Umfeld anhaltender Preisschwankungen.

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