Bridge hat von der Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine bedingte Genehmigung erhalten, eine bundesweit zugelassene nationale Trustbank zu gründen. Dieser Schritt könnte die Art und Weise erweitern, wie Stablecoin-Dienste unter US-Aufsicht betrieben werden. Das Unternehmen bestätigte die Entwicklung in einer Mitteilung vom 17. Februar und bezeichnete sie als Schritt hin zu Stablecoin-Produkten innerhalb eines föderalen Regulierungsrahmens.
„Nach vollständiger Genehmigung wird die Lizenz Bridge ermöglichen, Stablecoin-Produkte und -Dienstleistungen unter direkter bundesstaatlicher Aufsicht zu betreiben“, erklärte das Unternehmen.
Die geplante Lizenz würde die Verwahrung digitaler Vermögenswerte, die Ausgabe von Stablecoins, das Reserve-Management sowie Orchestrierungsdienste erlauben – vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung und geltender rechtlicher Anforderungen. Die Struktur würde Bridge erlauben, landesweit unter einer einzigen Bundeslizenz zu operieren, statt Genehmigungen auf Ebene einzelner Bundesstaaten einzuholen.
Stablecoin-Infrastruktur auf dem Weg in die Bundesaufsicht
Bridge erklärte, Stablecoins bildeten die Grundlage eines programmierbaren Finanzsystems und könnten Abwicklung, Treasury-Operationen, grenzüberschreitende Zahlungen sowie tokenisierte Vermögensmärkte unterstützen. Die Lizenz wurde als Weg zu Governance- und Compliance-Standards auf institutionellem Niveau positioniert.
„Die Erlangung einer nationalen Trustbank-Lizenz wird unseren Kunden das regulatorische Rückgrat geben, das sie benötigen, um Stablecoins sicher und in großem Maßstab einzusetzen“, so das Unternehmen.
Bridge betonte, dass sein Compliance-Rahmen mit dem Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act (GENIUS Act) übereinstimme, der einen bundesweiten Ansatz für die Stablecoin-Aufsicht festlegt. Regulatorische Klarheit unter nationaler Bankenaufsicht solle die operative Resilienz und Risikokontrollen stärken.
Das Unternehmen fungiert als Finanzinfrastruktur-Plattform, die traditionelle Fiat-Systeme mit Blockchain-Netzwerken verbindet. Es wurde von ehemaligen Coinbase-Führungskräften gegründet und später von Stripe übernommen, das die digitale Dollar-Infrastruktur der Plattform in sein Zahlungsökosystem integrierte.
Welle von Krypto-Firmen strebt Bundeslizenzen an
Bridge reiht sich in eine wachsende Liste kryptofokussierter Unternehmen ein, die den Status einer nationalen Trustbank beantragt haben. Ripple, Circle, BitGo, Fidelity Digital Assets und Paxos erhielten im Dezember bedingte Genehmigungen.
Anchorage Digital Bank bleibt bislang das einzige Krypto-native Unternehmen, das 2021 eine nationale Trust-Lizenz erhielt.
Die Genehmigungen spiegeln eine breitere Annäherung der Bundesbehörden an Digital-Asset-Firmen wider. Bridge erklärte, die Lizenz ermögliche landesweite Stablecoin-Operationen ohne separate Lizenzen als Geldtransmitter in einzelnen Bundesstaaten.
Bankenbranche äußert Bedenken zum Tempo der Genehmigungen
Die Ausweitung von Krypto-Trustbank-Lizenzen rief Widerstand traditioneller Bankenverbände hervor. Die American Bankers Association äußerte Bedenken hinsichtlich des Genehmigungstempos und der regulatorischen Klarheit bei der Stablecoin-Aufsicht.
Der Verband erklärte, dass Bestimmungen des GENIUS Act vor der Umsetzung weiterer Präzisierungen bedürften. Vertreter der Banken argumentierten, Stablecoin-Unternehmen könnten Trust-Lizenzen nutzen, um bestimmte Aufsichtsebenen zu umgehen, die für traditionelle Banken gelten. Zudem kritisierte der Verband renditebasierte Produkte im Zusammenhang mit Krypto-Assets und forderte eine Neubewertung der Risikokontrollen.
Regulatorischer und marktbezogener Kontext prägt den Rollout
Bridge stellte die Lizenz als Grundlage für die unternehmensweite Einführung digitaler Dollar dar. Das Unternehmen will Fintechs, Krypto-Firmen und Finanzinstitute unterstützen, die regulierten Zugang zu Stablecoin-Infrastruktur suchen.
Governance und Compliance unter OCC-Aufsicht seien zentrale Bestandteile der Expansion. Institutionelle Risikostandards und landesweite Skalierung wurden als Kernvorteile der Lizenz hervorgehoben.
Bridge beantragte die Lizenz parallel zur Integration in Stripes Zahlungs-Stack. Das Unternehmen beabsichtigt, Stablecoin-Ausgabe und Reserve-Management nach finaler Genehmigung innerhalb föderaler Leitplanken zu betreiben.
Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund breiterer politischer Aktivitäten rund um Stablecoins in den USA. Bundesbehörden arbeiten weiter an der Umsetzung neuer Regeln im Rahmen des GENIUS-Gesetzes. Finanzinstitute und Krypto-Firmen bewerten fortlaufend, wie nationale Aufsicht Wettbewerb, Compliance-Kosten und den Zugang zu regulierter Zahlungsinfrastruktur beeinflussen könnte.
Die bedingte Genehmigung positioniert Bridge in einer kleinen Gruppe von Krypto-Infrastrukturanbietern mit einem möglichen Weg in die bundesstaatliche Bankenaufsicht. Das endgültige Ergebnis hängt von der regulatorischen Prüfung und der Einhaltung der OCC-Anforderungen ab.

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