Barclays hat eine strategische Investition in Ubyx Inc. angekündigt, ein in den USA ansässiges Unternehmen, das ein globales Clearing- und Abwicklungssystem für digitales Geld entwickelt, einschließlich tokenisierter Einlagen und regulierter Stablecoins. Die Bank erklärte, dass die Partnerschaft einen Schritt nach vorn bei der Gestaltung der Zukunft des regulierten digitalen Finanzwesens darstellt und die Infrastruktur zur Unterstützung tokenisierter Vermögenswerte erweitert.

Barclays vertieft seine Digital-Asset-Strategie

In einer über PR Newswire verbreiteten Pressemitteilung bestätigte Barclays, dass die Investition mit seiner langfristigen Strategie übereinstimmt, „neue Formen digitalen Geldes“ zu erforschen. Die genaue Höhe oder die Bedingungen der Investition wurden nicht offengelegt.

Ryan Hayward, Leiter für digitale Vermögenswerte und strategische Investitionen bei Barclays, sagte:

„Interoperabilität ist entscheidend, um das volle Potenzial digitaler Vermögenswerte zu erschließen. Während sich die Landschaft aus Token, Blockchains und Wallets weiterentwickelt, wird spezialisierte Technologie eine zentrale Rolle dabei spielen, Konnektivität und Infrastruktur bereitzustellen, damit regulierte Finanzinstitute nahtlos miteinander interagieren können. Wir freuen uns, Ubyx auf ihrem Weg zu begleiten, während wir gemeinsam unsere Ambition vorantreiben, Innovationen in unserer Branche zu beschleunigen und zu gestalten.“

Durch diese Investition beabsichtigt Barclays, seine Beteiligung an der Entwicklung regulierter Finanzinfrastruktur fortzusetzen, die Blockchain-Interoperabilität unterstützt und zugleich den regulatorischen Rahmenbedingungen in wichtigen Rechtsräumen entspricht.

Ubyx baut ein einheitliches System für reguliertes digitales Geld

Ubyx wurde Anfang 2025 gegründet und beschreibt sich selbst als ein globales Clearing- und Abwicklungssystem für Stablecoins und tokenisierte Einlagen. Seine Plattform verbindet Emittenten, Banken und Fintech-Plattformen über eine gemeinsame Abwicklungsumgebung. Das System ermöglicht das, was Ubyx als „universelle Rücknahme“ bezeichnet, wodurch Einzelpersonen und Institutionen tokenisierte Geldformen zum Nennwert zwischen Wallets und Bankkonten bewegen können.

„Unsere Mission ist es, ein gemeinsames globalisiertes Akzeptanznetzwerk für reguliertes digitales Geld aufzubauen, einschließlich tokenisierter Einlagen und regulierter Stablecoins“, sagte Tony McLaughlin, CEO von Ubyx. „Die Beteiligung von Banken ist entscheidend, um eine Rücknahme zum Nennwert über regulierte Kanäle zu gewährleisten. Wir treten in eine Welt ein, in der jedes regulierte Unternehmen neben traditionellen Bankkonten auch digitale Wallets anbietet.“

Nach Angaben des Unternehmens erleichtert seine Technologie die Interoperabilität über mehrere Netzwerke und Tokentypen hinweg, wahrt dabei die Einheitlichkeit des Geldes und stellt zugleich die Einhaltung der Finanzvorschriften sicher.

Wie Bloomberg berichtete, sammelte Ubyx im Juni 2025 in einer Seed-Finanzierungsrunde 10 Millionen US-Dollar ein, angeführt von Galaxy Ventures, unter Beteiligung von Coinbase Ventures, Founders Fund und Paxos. Die Aufnahme von Barclays in den Investorenkreis signalisiert ein wachsendes institutionelles Vertrauen in regulierte Lösungen für digitales Geld.

Traditionelle Finanzwelt bewegt sich in Richtung tokenisierter Abwicklung

Die Investition von Barclays in Ubyx spiegelt eine wachsende Bewegung globaler Finanzinstitute hin zu blockchainbasierten Abwicklungssystemen wider. Mehrere große Banken und Finanzdienstleister haben begonnen, Rahmenwerke für tokenisierte Einlagen und Stablecoins zu testen oder einzuführen.

Die Geschichte von Barclays mit Distributed-Ledger-Technologie reicht bis ins Jahr 2018 zurück, als die Bank mehrere Blockchain-Patentanmeldungen einreichte und eine Partnerschaft mit Coinbase einging. In den letzten Jahren beteiligte sich Barclays zudem an Initiativen wie Fnality, einem Konsortium zur Entwicklung dezentraler Finanzmarktinfrastrukturen, sowie am britischen Regulated Liability Network, das Pilotprojekte für tokenisierte Einlagen testete.

Im Jahr 2025 schloss sich Barclays anderen großen Institutionen, darunter Goldman Sachs und UBS, an, um die Möglichkeit der Ausgabe gemeinsamer Stablecoins zu prüfen, die durch G7-Währungen gedeckt sind.

Während Barclays spekulative Kryptowährungstransaktionen eingeschränkt hat, etwa durch die Blockierung von Krypto-Kreditkartenkäufen seit Mitte 2025, zeigte die Bank ein anhaltendes Interesse an regulierten Modellen für digitales Geld mit transparenter Aufsicht. Barclays positionierte sich dabei konsequent in Richtung Stablecoin-Innovation und regulierter tokenisierter Einlagen, statt auf Krypto-Investitionen für Privatanleger zu setzen.

Verantwortungsvolle Innovation innerhalb des regulatorischen Rahmens

Beide Unternehmen betonten ihr Engagement für die Entwicklung tokenisierter Geldlösungen innerhalb etablierter regulatorischer Grenzen. Barclays erklärte, dass sich die Partnerschaft mit Ubyx auf den Aufbau von Systemen konzentriert, die eine Rücknahme zum Nennwert gewährleisten und mit den Vorschriften des Finanzsektors im Einklang stehen.

Das wachsende Interesse an Stablecoins und tokenisierten Einlagenformen auf den globalen Märkten steht im Einklang mit regulatorischen Fortschritten in mehreren Regionen. Diese Entwicklungen haben traditionelle Banken dazu ermutigt, ihr Engagement in blockchainbasierte Abwicklungsprozesse zu vertiefen und von der Forschung zur Umsetzung überzugehen.

Mit dieser Initiative will Barclays sicherstellen, dass zukünftige digitale Zahlungssysteme die Zuverlässigkeit von Bankgeld bewahren und zugleich die Effizienz von Blockchain-Netzwerken integrieren.

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