X wird Creator für 90 Tage aus seinem Revenue-Sharing-Programm ausschließen, wenn sie KI-generierte Videos von bewaffneten Konflikten ohne klare Kennzeichnung veröffentlichen. Die Änderung trat sofort in Kraft, laut einem Beitrag von Nikita Bier, dem Produktchef des Unternehmens.

Bier schrieb:

„Heute überarbeiten wir unsere Richtlinien zum Creator Revenue Sharing, um die Authentizität der Inhalte in der Timeline zu erhalten und Manipulationen des Programms zu verhindern.“ Er fügte hinzu: „In Zeiten des Krieges ist es entscheidend, dass Menschen Zugang zu authentischen Informationen vor Ort haben. Mit den heutigen KI-Technologien ist es trivial, Inhalte zu erstellen, die Menschen in die Irre führen können.“

Nach der aktualisierten Richtlinie verlieren Creator, die KI-generiertes Konfliktmaterial veröffentlichen, ohne anzugeben, dass es mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde, für 90 Tage den Zugang zur Umsatzbeteiligung. Wiederholte Verstöße führen zu einem dauerhaften Ausschluss aus dem Programm.

Die Regel zielt auf die Monetarisierungsberechtigung und nicht auf eine Kontosperrung ab. X hat kein umfassendes Verbot von KI-generierten Inhalten angekündigt. Die Richtlinie gilt speziell für Videos, die bewaffnete Konflikte darstellen.

Durchsetzung über Community Notes und Metadaten

Die Durchsetzung wird auf nutzergetriebenen und technischen Signalen beruhen.

„Dies wird uns durch jeden Beitrag gemeldet, der eine Community Note enthält oder wenn der Inhalt Metadaten (oder andere Signale) von generativen KI-Tools enthält“, schrieb Bier.

Das Community-Notes-System ermöglicht es Mitwirkenden, kontextuelle Informationen zu Beiträgen hinzuzufügen, die Nutzer irreführen könnten. Nach dem neuen Ansatz kann eine Note, die ein Video als KI-generiert identifiziert, eine Überprüfung der Monetarisierung auslösen. Metadaten und andere technische Hinweise, die mit generativen KI-Tools verbunden sind, können ebenfalls zu Maßnahmen führen.

Richtlinienänderung folgt wachsenden Sorgen über Kriegs-Desinformation

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen und wachsender Bedenken über manipulierte Aufnahmen von Schlachtfeldern, die online zirkulieren. Am 28. Februar starteten die USA und Israel gemeinsame Luftangriffe auf Iran. Die Märkte für digitale Vermögenswerte reagierten innerhalb von Stunden. Bitcoin fiel auf etwa 63.000 Dollar, bevor eine Erholung in Richtung 70.000 Dollar einsetzte, laut Daten von CoinGecko.

Online-Plattformen standen bereits früher unter intensiver Beobachtung, nachdem synthetische Kriegsvideos und manipulierte Bilder während früherer Konflikte verbreitet wurden. Generative KI-Tools ermöglichen es Nutzern heute, realistische Kampfaufnahmen mit begrenzten Ressourcen zu erstellen. Bier beschrieb in seinem Beitrag die Leichtigkeit des Missbrauchs und erklärte, dass KI es trivial mache, irreführende Inhalte zu erzeugen.

Die neue Regel führt eine finanzielle Abschreckung ein. Creator, die auf Revenue-Sharing angewiesen sind, müssen nun Offenlegungspflichten berücksichtigen, wenn sie KI-generiertes Kriegsmaterial veröffentlichen. Das Unternehmen hat keine Änderungen an seinem allgemeinen Moderationsrahmen über die Monetarisierungsberechtigung hinaus angekündigt.

Breiterer regulatorischer und industrieller Kontext

Regierungen und zivilgesellschaftliche Gruppen haben Technologieplattformen aufgefordert, manipulierte Medien während geopolitischer Krisen stärker zu bekämpfen. Die Branche kämpft weiterhin damit, offene Meinungsäußerung mit Schutzmaßnahmen gegen Täuschung in Einklang zu bringen. Der Schritt von X konzentriert sich auf wirtschaftliche Anreize, die mit Engagement und Viralität verbunden sind.

Die Ankündigung erfolgt auch in einer Zeit, in der KI-Tools eine Rolle bei militärischen und nachrichtendienstlichen Operationen spielen. Am 1. März nutzte das US-Militär das KI-Modell Claude von Anthropic, um bei Geheimdienstanalysen und Zielauswahl während Operationen im Zusammenhang mit den Iran-Angriffen zu helfen, laut einem Bericht des Guardian.

Die Konvergenz von KI-generierten Medien und realen Konflikten hat Fragen zu Verifizierungsstandards aufgeworfen. Plattformen stehen unter Druck, Deepfakes und gefälschte Kampfaufnahmen zu verhindern, die das öffentliche Verständnis verzerren könnten. Das jüngste Update von X adressiert einen Teil dieser Herausforderung durch Monetarisierungsrichtlinien statt durch direkte Entfernung von Inhalten.

Bier bezeichnete die Änderung als Teil einer breiteren Vertrauensstrategie. Seine Erklärung verbindet Authentizität in der Timeline mit der Integrität des Programms. Das Unternehmen hat keine weiteren Überarbeitungen angekündigt, deutete jedoch an, dass politische Anpassungen fortgesetzt werden könnten.

Für Creator, die synthetische Medien für Kommentare oder künstlerische Zwecke produzieren, hat Offenlegung nun direkte finanzielle Konsequenzen. Für X ist die Maßnahme ein Test, ob Monetarisierungsregeln irreführende Kriegsinhalte eindämmen können, ohne umfassende Verbote zu verhängen.

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