Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat einen im Jahr 2024 eingebrachten Vorschlag offiziell zurückgezogen, der Sport- und politische Prognosemärkte verboten hätte.
In einer Erklärung vom 4. Februar bezeichnete der CFTC-Vorsitzende Michael Selig den Plan als „den Ausflug der vorherigen Regierung in eine Merit-Regulierung mit einem vollständigen Verbot politischer Verträge im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2024.“
Mit der Rücknahme bestätigte die CFTC, dass sie nicht beabsichtigt, Regelungen auf Grundlage dieses Ansatzes weiterzuverfolgen.
„Der Vorschlag zu Ereignisverträgen aus dem Jahr 2024 spiegelte den Ausflug der vorherigen Regierung in eine Merit-Regulierung mit einem vollständigen Verbot politischer Verträge im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2024 wider“, erklärte CFTC-Vorsitzender Michael Selig.
Mehr Klarheit für Unternehmen und Marktteilnehmer
Der ursprüngliche Vorschlag, der unter der Biden-Regierung eingebracht wurde, zielte darauf ab, Prognosemärkte als „Glücksspiel“ einzustufen und sie damit effektiv daran zu hindern, auf regulierten Börsen zu operieren.
Die Kommission zog außerdem ein Mitarbeiterschreiben aus dem September zurück, in dem Unternehmen vor dem Angebot sportbezogener Ereignisverträge aufgrund möglicher Prozessrisiken gewarnt worden waren.
Die Behörde wird nun eine „neue Regelsetzung verfolgen, die auf einer rationalen und kohärenten Auslegung des Commodity Exchange Act basiert und verantwortungsvolle Innovation in unseren Derivatemärkten im Einklang mit der Absicht des Kongresses fördert.“
Wie Prognosemärkte funktionieren
Prognosemärkte ermöglichen es Teilnehmern, auf eine Vielzahl möglicher Ergebnisse zu wetten, darunter Sportereignisse und Wahlen. Plattformen wie Polymarket, Kalshi, Crypto.com und Coinbase sind in diesen Markt eingetreten und bieten Alternativen zu traditionellen Wettanbietern.
Einige staatliche Aufsichtsbehörden, darunter Nevada, argumentieren, dass bestimmte Verträge unter nicht lizenzierte Glücksspielgesetze fallen, was rechtliche Unsicherheit für Betreiber schafft.
Auch indigene Regulierungsbehörden haben Einspruch gegen bundesweit regulierte Plattformen erhoben und vertreten die Ansicht, dass bestimmte Wetten in ihre Zuständigkeit fallen.
Der Rückzug des Vorschlags aus dem Jahr 2024 sowie des Mitarbeiterschreibens ebnet den Weg für die CFTC, neue Regeln zu entwickeln, die den rechtlichen Rahmen für diese Märkte unter bundesstaatlicher Aufsicht festlegen.
Selig bestätigte, dass sich die Kommission auf die Ausarbeitung von Regelungen für sogenannte „Ereignisverträge“ konzentrieren wird. Ziel sei es, klare Leitlinien für Unternehmen und Marktteilnehmer zu schaffen und gleichzeitig die ausschließliche Zuständigkeit der Behörde für Warenderivate zu verteidigen.

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