Am 9. Juli bezog die Beijing Internet Finance Industry Association (BIFA) eine klare Position und forderte Privatanleger auf, sich von verdächtigen „Krypto-Chancen“ fernzuhalten, die eher nach altmodischen Schneeballsystemen riechen. Sie haben festgestellt, dass Promoter ihre dubiosen Pläne mit Schlagwörtern wie „Stablecoin-Vermögenspläne“ und „Web-3.0-Dividenden“ umbenennen – alle versprechen „garantierte“ Renditen. Na klar.
BIFA hielt sich in ihrer Warnung nicht zurück. Sie listeten fünf eindeutige Anzeichen für einen Betrug auf: keine Lizenz, übermäßiger technischer Jargon, der nur verwirrt, falsche Garantien, neue Einlagen werden verwendet, um alte Investoren auszuzahlen, und ein direkter Weg zu Betrug oder Geldwäsche. Klassischer Ponzi.

Was rät BIFA? Ganz einfach: Überprüfen Sie immer die Lizenz eines Unternehmens über nationale Regulierungsbehörden. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein (hohe Renditen bei geringem Risiko), ist es das wahrscheinlich auch. Und falls Sie sich fragen: Chinas „Verordnung zur Verhinderung und Behandlung illegaler Kapitalbeschaffung“ stellt auch sicher, dass Anleger für Verluste haftbar gemacht werden können. Also, besser zweimal nachdenken.
Die Erklärung von BIFA war ganze 1.500 Zeichen lang und wurde über ihren verifizierten WeChat-Kanal veröffentlicht – für alle, die es genau wissen wollen.
Betrug, der immer weitergibt
Erinnern Sie sich an den berüchtigten PlusToken-Betrug von 2019? Den, bei dem 200.000 BTC und 9 Millionen ETH spurlos verschwanden? Nach den Preisen von 2020 sind das über 4 Milliarden Dollar in Krypto, die in einem der größten Ponzi-Systeme aller Zeiten verschwanden. Und wer glaubt, dass diese Betrüger nicht gelernt haben, ihre Spuren zu verwischen, irrt sich. Sie bewegten Coins über Börsen und Mixer hinweg – die Regulierer jagten ihnen jahrelang hinterher.
Das Schlupfloch, das sie immer noch nutzen
Obwohl China 2021 den direkten Tausch von Krypto in Fiat verboten hat, ist das Interesse an Krypto nicht verschwunden. Die Leute finden weiterhin Wege, über Offshore-Plattformen und den grauen Markt zu handeln. So viel zu diesen Vorschriften, oder?
Allein in diesem Jahr haben Städte wie Peking, Shanghai und Shenzhen mehrere Warnungen vor Token-Betrug herausgegeben. Der Kampf gegen Krypto-Betrug ist also noch lange nicht vorbei.
Was hat diese Warnung ausgelöst?
Der Einzelhandelsspekulation nimmt wieder Fahrt auf – besonders auf chinesischen sozialen Plattformen. Ein sogenannter „Stablecoin-Konzept“-Aktienindex ist seit April um 88 % gestiegen, nun richtet sich der Blick auf Hongkongs neue Stablecoin-Regulierung, die am 1. August in Kraft tritt. Da große Tech-Firmen renminbi-gebundene Token erforschen, folgen Betrüger dicht auf dem Fuß.
Und als Sahnehäubchen haben einige lokale Blogs damit begonnen, „USDT-Mining-Pools“ und „versicherte CNH-Stablecoins“ zu hypen – was die Regulierer zu einer bevorstehenden Razzia veranlasst.
BIFA meint es ernst und beendet seine Erklärung mit einem Aufruf zum Handeln. Wenn Sie etwas Verdächtiges sehen – nicht einfach nur zusehen. Melden Sie es der Polizei oder den Finanzaufsichtsbehörden. Und für alle Hinweisgeber da draußen: BIFA sagt, sie werden glaubwürdige Hinweise an die regionalen Taskforces weiterleiten, die diese illegalen Operationen jagen.

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