Die südkoreanischen Behörden haben zwei Personen im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 22 Bitcoin festgenommen, die während einer früheren Untersuchung beschlagnahmt worden waren und später in Polizeigewahrsam verschwanden.
Die Gelder, die heute etwa 1,4 Millionen US-Dollar wert sind, wurden ursprünglich im November 2021 nach einem Hack im Zusammenhang mit einer lokalen Krypto-Börse sichergestellt. Anstatt in einer von der Polizei kontrollierten Wallet gesichert zu werden, wurden die Vermögenswerte in einer Cold Wallet aufbewahrt, die von einer Drittpartei betrieben wurde, die mit dem früheren Fall verbunden war.
Das lokale Medium Dong-A Ilbo berichtete diese Woche erstmals über neue Details, während Ermittler untersuchten, wie der Verstoß zustande kam und warum der Verlust mehrere Jahre lang unbemerkt blieb.
Speicherentscheidungen und fehlende Seed-Phrase
Nach internem Protokoll sollen beschlagnahmte digitale Vermögenswerte in Wallets verbleiben, die vollständig von Strafverfolgungsbehörden kontrolliert werden. In diesem Fall stellten Ermittler später fest, dass die Bitcoin in einer Drittanbieter-Wallet gespeichert waren, die weiterhin Zugriff auf die Seed-Phrase hatte. Die Behörden entdeckten außerdem, dass die Polizei selbst nicht im Besitz der Wiederherstellungsphrase war, wodurch die Vermögenswerte von externem Zugriff abhängig blieben.
Ermittler sagen, dass die Gelder schließlich unter ungewöhnlichen Umständen abgehoben wurden.
Laut dem Bericht gab ein Mitarbeiter eines Unternehmens, das Zugang zur Seed-Phrase hatte, diese später während einer Leihvereinbarung zwischen den beiden an eine andere Person weiter, die als „Herr Jeong“ identifiziert wurde.
Die Polizeibehörde bestätigte, dass zwei Personen festgenommen wurden, während die Ermittlungen weitergehen.
Frühere Untersuchung mit Korruptionsfall verbunden
Der Vorfall hat zusätzliche Aufmerksamkeit erregt, weil ein Polizeiermittler, der an dem ursprünglichen Fall des Börsenhacks beteiligt war, im August 2025 wegen Bestechung verurteilt wurde, nachdem er Geld angenommen hatte, das mit der Untersuchung in Verbindung stand.
Die Behörden entdeckten die fehlenden Bitcoin erst während einer landesweiten Prüfung beschlagnahmter Krypto-Vermögenswerte. Die Überprüfung wurde nach einem separaten Fall eingeleitet, bei dem 320 Bitcoin aus der Staatsanwaltschaft des Bezirks Gwangju verschwanden.
Fragen zur Aufsicht tauchen im gesamten Sektor auf
Der Fall kommt inmitten größerer Aufmerksamkeit für operative Kontrollen und den Umgang mit Vermögenswerten innerhalb der südkoreanischen Kryptoindustrie.
Anfang dieses Jahres wurde die Börse Bithumb regulatorisch überprüft, nachdem ein interner Fehler während einer Werbeaktion Nutzern irrtümlich Bitcoin gutgeschrieben hatte, wodurch Kontostände und Handelsaktivitäten vorübergehend verzerrt wurden, bevor das Problem korrigiert wurde.
Obwohl der Vorfall nicht mit der polizeilichen Untersuchung zusammenhängt, löste er eine verstärkte Prüfung interner Schutzmaßnahmen und der Transaktionsaufsicht auf Krypto-Plattformen im Land aus.

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