Meta bereitet sich darauf vor, noch in diesem Jahr Stablecoin-Zahlungen in seine App-Familie zu bringen, mit dem Ziel, weltweit nahezu vier Milliarden Nutzer zu erreichen.

Der Ansatz des Unternehmens stützt sich auf einen Drittanbieter, der Stablecoin-basierte Transaktionen abwickelt, sowie auf eine neue In-App-Wallet, so mit den Plänen vertraute Quellen.

Anders als bei seinem Libra-Projekt von 2019, das auf regulatorischen Widerstand stieß und letztlich eingestellt wurde, wird Meta keinen eigenen Token ausgeben. Stattdessen konzentriert sich die Strategie darauf, Zahlungen auf „stablecoin-agnostische“ Weise zu ermöglichen, sodass Nutzer und Unternehmen direkt innerhalb von Facebook, WhatsApp und Instagram mit digitalen Dollar transagieren können.

Partnerschaft mit Drittanbietern

Meta hat Berichten zufolge Angebotsanfragen an Krypto-Infrastrukturunternehmen verschickt, wobei Stripe als führender Kandidat gilt. Stripe, das im vergangenen Jahr die Stablecoin-Plattform Bridge übernommen hat und dessen CEO Patrick Collison 2025 dem Meta-Vorstand beitrat, bringt sowohl Stablecoin-Infrastruktur als auch regulatorische Qualifikationen mit ein.

Stripe erhielt kürzlich eine nationale Bank-Treuhandlizenz, die es dem Unternehmen ermöglicht, Krypto-Vermögenswerte zu verwahren und Stablecoin-Reserven direkt zu verwalten. Im vergangenen Jahr verarbeitete das Unternehmen ein Zahlungsvolumen von 1,9 Billionen US-Dollar, ein Anstieg von 34 %, während Bridge allein sein Transaktionsvolumen vervierfachte.

Eine mit Metas Plänen vertraute Quelle beschrieb den Ansatz als vorsichtig, aber strategisch: „Sie wollen das tun, aber auf Armlänge.“

Indem Meta sich auf einen etablierten Anbieter verlässt, vermeidet das Unternehmen die regulatorischen und reputationsbezogenen Risiken, die es mit Libra erlebte, und öffnet dennoch seine massive Nutzerbasis für Krypto-gestützte Zahlungen.

Erreichen eines globalen Publikums

Das potenzielle Ausmaß ist enorm. Metas Apps erreichen gemeinsam fast vier Milliarden einzigartige Nutzer pro Monat. WhatsApp allein hat über drei Milliarden Nutzer, mit einer täglichen Öffnungsrate von 84 % und mehr als 100 Milliarden versendeten Nachrichten pro Tag. Facebook und Instagram verfügen ebenfalls über aktive Nutzerbasen in Milliardenhöhe, was das Ökosystem zu einem der größten digitalen Netzwerke der Welt macht.

Durch die Integration von Stablecoin-Zahlungen könnte Meta Transaktionen vereinfachen, Gebühren im Zusammenhang mit dem traditionellen Bankwesen senken und in grenzüberschreitende Zahlungen sowie „Social Commerce“ expandieren.

Dieser Schritt positioniert das Unternehmen neben Plattformen wie Elon Musks X und Telegram, die ebenfalls In-App-Zahlungen und Super-App-Strategien erforschen.

Lehren aus Libra und Diem

Metas frühere Versuche, Libra – später in Diem umbenannt – zu starten, stießen auf regulatorische Hindernisse und öffentliche Kritik, einschließlich der Nachwirkungen des Cambridge-Analytica-Skandals. Libra zielte ursprünglich darauf ab, eine globale digitale Währung zu werden, die durch einen Korb nationaler Währungen gedeckt ist.

Regulatorischer Widerstand zwang das Projekt zur Einschränkung, und Meta stellte es schließlich 2022 ein.

Diesmal verändert sich das regulatorische Umfeld. Neue US-Gesetzgebung, einschließlich des GENIUS Act, bietet einen rechtlichen Rahmen für Stablecoin-Emittenten, auch wenn die vollständige regulatorische Struktur noch in Ausarbeitung ist. Metas Integration über Drittanbieter ermöglicht es dem Unternehmen, Stablecoins zu nutzen, ohne selbst einen eigenen Token auszugeben, und umgeht damit viele der Hürden, die Libra behinderten.

Warum es wichtig ist

Metas erneuter Fokus auf Stablecoins signalisiert, dass Krypto-Zahlungen reale Dynamik gewinnen, selbst wenn breitere Kryptomärkte schwanken. Indem digitale Dollar-Zahlungen in Apps eingebettet werden, die von Milliarden genutzt werden, könnte das Unternehmen Social Commerce, Peer-to-Peer-Transfers und grenzüberschreitende Überweisungen neu gestalten und gleichzeitig Adoptionsmuster im großen Maßstab testen.

Wie Andy Stone, Kommunikationsdirektor von Meta, erklärte:

„Nichts hat sich geändert; es gibt weiterhin keinen Meta-Stablecoin. Es geht darum, Menschen und Unternehmen zu ermöglichen, auf unseren Plattformen mit ihrer bevorzugten Methode Zahlungen vorzunehmen.“

Für Stripe und andere Infrastrukturanbieter unterstreicht die Partnerschaft die Bedeutung von Stablecoin-Schienen in Mainstream-Finanzsystemen, wobei digitale Zahlungen stillschweigend neben der traditionellen Finanzwelt skalieren.

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