Nvidia steht in Flammen und meldet ein Blockbuster-Zweites-Quartal mit 46,7 Milliarden Dollar Umsatz, womit die Prognosen der Analysten von 46 Milliarden Dollar übertroffen wurden. Das ist ein Anstieg von 6 % gegenüber dem vorherigen Quartal und ein massiver Zuwachs von 56 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn stieg auf 26,4 Milliarden Dollar oder 1,08 Dollar pro verwässerter Aktie, während die bereinigten Gewinne bei 1,05 Dollar lagen, leicht über dem Konsens von 1,02 Dollar. Es ist klar: Nvidia ist der unangefochtene König der KI-Halbleiter.

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Nvidia Q2 revenue. Source: Nvidia

Rechenzentren halten den Geldfluss am Laufen

Der wahre MVP hier ist Nvidias Rechenzentrums-Geschäft, das satte 88 % des Gesamtumsatzes ausmachte. Die Verkäufe erreichten 41,1 Milliarden Dollar, dank eines soliden sequentiellen Gewinns von 17 % bei den Blackwell-Chip-Lieferungen. Bei all dem Hype um KI ist dieser Sektor eindeutig die Cashcow, die Nvidias Motor am Laufen hält.

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Source: Giphy

Aber China fehlt auf der Party

Hier kommt die Wendung: Nvidia bestätigte, dass es im Quartal keinen einzigen H20-Chip nach China verkauft hat. Warum? Geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen. Diese Enthüllung führte zu einem Rückgang des Nvidia-Aktienkurses um 3,4 % im nachbörslichen Handel, Schlusskurs bei 176 Dollar. Das Unternehmen musste außerdem H20-Chips im Wert von 650 Millionen Dollar, die ursprünglich für China bestimmt waren, an andere nicht eingeschränkte Kunden umleiten. Oh, und sie schalteten dabei eine Inventarreserve von 180 Millionen Dollar frei.

Investoren werden nervös angesichts regulatorischer Bedenken

Trotz all der starken Zahlen sind die Investoren nicht ganz begeistert. Nvidias Aktie stieg nach dem Gewinnbericht nicht gerade in die Höhe, aufgrund von Sorgen über verschärfte US-Exportregeln. Die US-Regierung beschränkt den Zugang zu Hochleistungs-Halbleitern für China, hauptsächlich um militärische und Überwachungsfortschritte einzudämmen. Nvidias CEO Jensen Huang bleibt jedoch optimistisch über die KI-Zukunft des Unternehmens und nennt Blackwell „die KI-Plattform, auf die die Welt gewartet hat.“ Aber mit Handelsunsicherheit am Horizont werden die Investoren nervös.

Mit Blick nach vorn prognostiziert Nvidia für das dritte Quartal einen Umsatz von 54 Milliarden Dollar und Bruttomargen von 73,5 %. Außerdem versüßen sie das Ganze mit einem Aktienrückkaufprogramm von 60 Milliarden Dollar und einer Dividende von 0,01 Dollar für den 2. Oktober. Klingt so, als wären sie nicht allzu besorgt, aber wird der Markt zustimmen?

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