Die Bank von Korea (BOK) hat klargestellt, dass sie Bitcoin (BTC) noch nicht in ihre Devisenreserven aufgenommen hat, trotz zunehmender Forderungen von Gesetzgebern und Krypto-Befürwortern, dass das Land digitale Vermögenswerte als Reserven erkunden sollte.
In einer Stellungnahme vom 16. März als Antwort auf eine Anfrage des Nationalversammlungsabgeordneten Cha Gyu-geun bekräftigte die Zentralbank ihren vorsichtigen Ansatz hinsichtlich Bitcoin-Reserven und betonte Bedenken hinsichtlich der Preisvolatilität und Liquiditätsprobleme.
Die Preisvolatilität von Bitcoin ist sehr hoch. Im Falle einer Instabilität des Kryptowährungsmarktes könnten die Transaktionskosten für den Verkauf von Bitcoins drastisch steigen
Bitcoins Platz in nationalen Reserven?
Die Diskussion darüber, ob Bitcoin in Devisenreserven aufgenommen werden sollte, hat weltweit an Dynamik gewonnen, insbesondere nach der jüngsten Exekutivanordnung von US-Präsident Donald Trump zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve.
In Südkorea haben Lobbyisten der Kryptoindustrie und Mitglieder der Demokratischen Partei kürzlich dafür plädiert, Bitcoin als Teil der Finanzstrategie des Landes zu übernehmen. Während eines Seminars am 6. März schlugen Befürworter außerdem die Schaffung eines won-gestützten Stablecoins vor, um die finanzielle Unabhängigkeit Südkoreas zu stärken.
Die BOK bleibt jedoch skeptisch und argumentiert, dass Devisenreserven Prioritäten wie Liquidität, Stabilität und Kreditratings mit Investment-Grade haben sollten – Kriterien, die Bitcoin derzeit nicht erfüllt.
Bitcoins berüchtigte Preisschwankungen bleiben ein wesentlicher Faktor für die Zurückhaltung der BOK. In den letzten Monaten schwankte BTC zwischen 98.000 und 76.000 US-Dollar und wird derzeit laut CoinGecko bei etwa 83.000 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 15 % seit Mitte Februar entspricht.
💥BREAKING:
— Crypto Rover (@rovercrc) March 17, 2025
Bank of Korea rejects #Bitcoin reserve, cites volatility & instability concerns.
WHAT A FOOLS! pic.twitter.com/we8kATCc9y
Ökonomen und Finanzexperten in Südkorea teilen die Vorsicht der Zentralbank. Professor Yang Jun-seok von der Katholischen Universität Korea unterstützt eine traditionellere Reservestrategie und erklärt, dass sich Devisenreserven an den Währungen der wichtigsten Handelspartner orientieren sollten.
Ebenso schlug Professor Kang Tae-soo von der KAIST Graduate School of Finance vor, dass die USA eher Stablecoins als Bitcoin nutzen würden, um die Dominanz des Dollars zu erhalten. Er betonte, dass die Haltung des IWF zur Anerkennung von Stablecoins als offizielle Reserven künftige globale Finanzpolitiken beeinflussen könnte.
Während Südkorea weiterhin zögert, Krypto in seine offiziellen Reserven zu integrieren, überwacht seine Finanzaufsichtsbehörde genau die Gesetzgebungsentwicklungen in Japan. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass die japanische Financial Services Agency (FSA) regulatorische Rahmenbedingungen für Krypto-Assets prüft, was möglicherweise Südkoreas eigene Herangehensweise beeinflussen könnte.
Zusätzlich gewinnen Diskussionen über die Aufhebung des südkoreanischen Verbots von börsengehandelten Kryptowährungsfonds (ETFs) an Bedeutung, was auf eine mögliche Änderung der regulatorischen Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten hindeutet.
Die Zukunft von Bitcoin in Südkoreas Finanzstrategie
Trotz des zunehmenden Drucks von Krypto-Befürwortern scheint es unwahrscheinlich, dass die Bank von Korea Bitcoin in naher Zukunft als Reservevermögen akzeptieren wird. Aufgrund von Bedenken hinsichtlich Volatilität, Liquidität und regulatorischer Unsicherheit wird die Zentralbank voraussichtlich weiterhin ihren traditionellen Ansatz für Devisenreserven beibehalten.
Da sich die globalen Finanztrends jedoch weiterentwickeln – einschließlich der strategischen Bitcoin-Maßnahmen der USA und zunehmender Diskussionen über die Einführung von Stablecoins – könnte Südkorea seine Position zu digitalen Vermögenswerten in nationalen Reserven möglicherweise in Zukunft neu bewerten.
Vorerst bleibt die BOK standhaft und betont Vorsicht vor Spekulationen, während sie sich in der komplexen Landschaft der Krypto-Adoption auf nationaler Ebene bewegt.

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